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Axel Springer Drei-Säulen-Strategie als Basis für Wachstum 22.02.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Jochen Reichert, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Axel Springer (ISIN DE0005501357 / WKN 550135) in einer Ersteinschätzung mit "kaufen" ein.
Axel Springer sei ein internationaler cross-medial integrierter Medien- und Internetkonzern mit der Kernkompetenz der Publikation von Inhalten. Als Reaktion auf die strukturellen Herausforderungen der Printmedien habe Axel Springer frühzeitig den Konzernumbau auf Basis einer Drei-Säulen-Strategie eingeleitet: Sicherung und Ausbau der Marktführerschaft in Deutschland, internationale Expansion sowie Digitale Transformation.
Mit einem Vertriebs-Marktanteil von 19% bei allen in Deutschland veröffentlichten Zeitungen und Zeitschriften sowie von 17% bei den Bruttowerbeausgaben (Print) sei Axel Springer klarer Marktführer in Deutschland. Flaggschiff, Cash Cow und zentraler Anker des Print-Bereichs sei mit einer täglichen Auflage von etwa 3 Mio. und einer Reichweite von etwa 12 Mio. Lesern die "Bild-Zeitung". Die Reichweite sei damit höher als diejenige der beliebtesten deutschen TV-Show "Wetten, dass..?" (9,8 Mio.) und deutlich höher als vergleichbare Reichweiten der größten Tageszeitungen in Ländern wie UK, USA und Frankreich.
Die Stabilität der Erträge des Print-Bereichs sei essenziell für die Strategie des Konzerns, da auch in 2012e noch rund 70% des bereinigten Konzern-EBITDA das nationale Print-Geschäft erwirtschaften sollte. Unterstützend wirke dabei die Möglichkeit zu Copy-Preiserhöhungen, die die erwarteten Auflagenrückgänge kompensieren sollten, die Stabilisierung der Print-Werbeerlöse bedingt durch den konjunkturellen Aufschwung sowie eine herausragende Stellung von Axel Springer auf dem Deutschen Print-Markt.
Um langfristig die hohen Erträge des Konzerns zu sichern, transferiere Axel Springer bestehende und etablierte Print-Marken in digitale Geschäftsmodelle. Sowohl bei Bild.de als auch bei Portalen in den Bereichen Sport, Frauen und Autos habe Axel Springer im Internet in Deutschland die Marktführerschaft erlangt.
Darüber hinaus würden mit hohem Tempo Beteiligungen an Unternehmen mit internetbasierten Geschäftsmodellen erworben. Axel Springer habe zwischen 2006 und 2010 (ohne SeLoger.com (ISIN FR0010294595 / WKN A0LFDD) und Dogan TV) etwa EUR 600 Mio. in Internet-Beteiligungen investiert. Mit der Akquisitionsstrategie seien z.B. führende Marktpositionen im Bereich Performance Marketing und Lifestyle-Frauenportale in Europa aufgebaut worden. Damit komme der M&A-Qualität von Axel Springer eine hohe Bedeutung in der Beurteilung der Entwicklung der Erträge zu. Die M&A-Historie sei beachtlich. Durchschnittlich seien die Unternehmen zu einem EBITDA-Multiplikator von 12 erworben worden. Auf Basis der erwarteten Ergebnisse für FY2010e würden sich EBITDA-Multiplikatoren von 8 ergeben.
Die Kombination aus einer herausragenden Stellung im klassischen Print-Geschäft mit hohen und stabilen Erträgen und einer Expansion in internetbasierte Geschäftsmodelle zeuge von einer herausragenden Qualität des Unternehmens. DCF (EUR 144), SotP (EUR 149) sowie FCFY 2011 (EUR 149) würden auf ein Upside von über 20% hindeuten. Dabei seien EUR 124 auf Basis des Barwerts der zukünftigen erwarteten Cash Flows und EUR 20 auf Vermögenswerte wie Beteiligungen und Immobilien zurückzuführen.
Das Rating der Analysten von Warburg Research für die Aktie von Axel Springer lautet "kaufen" mit einem Kursziel von EUR 144. (Analyse vom 22.02.2011) (22.02.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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